Zum Jahresende: Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
Jesaja 60,1
Bild: Silvia Breuhan
Die Ev. Kirchengemeinde Königstädten wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Bild: Silvia Breuhan
Bild: Silvia Breuhan
Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen.
Psalm 118, 24
Bild: Silvia Breuhan
Mögen Zeichen auf der Straße deines Lebens sein, die Dir sagen, wohin Du auf dem Wege bist. Mögest Du die Kraft haben, die Richtung zu ändern, wenn Du die alte Straße nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segenswunsch
Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
1. Mose 8, 22
Bild: Silvia Breuhan
Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
5. Mose 8, 10
Bild: Silvia Breuhan
2. Mose 23, 16
Feiert dann das Erntefest, bei dem ihr mir den ersten Ertrag von dem Getreide darbringt, das ihr ausgesät habt. Ebenso sollt ihr das Fest der Wein- und Obsternte am Ende des Jahres feiern, wenn ihr die Früchte aus den Weinbergen und Gärten geerntet habt.
Bild: Silvia Breuhan. Ev. Kirche Melsungen
Römer 12, 2
Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.
Bild: Silvia Breuhan
1. September - 4. Oktober Schöpfungstag 2024
Thema: Lasst jubeln alle Bäume des Waldes (Psalm 96, 12)
Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist;
er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus.
Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze.
Hiob 14, 7–12
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
Ökumenischer Schöpfungstag 2024
Gebet von Dietrich Bonhoeffer
Guter Gott, segne meine Hände, dass sie behutsam sind,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohnt die Kraft zu trösten und zu segnen.
Gott, segne meine Augen, dass sie die Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.
Gott, segne meine Ohren, dass sie deine Stimme hören,
dass sie hellhörig sind für die Stimmen der Not,
dass sie sich verschließen für den Lärm und das Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.
So segne uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen
Bild: Silvia Breuhan
Sportliche Seligpreisungen
Selig ist, wer im Sieg demütig bleibt.
Sein Team wird ihn ehren.
Selig ist, wer in der Niederlage Größe zeigt.
Respekt wird ihm gezollt.
Selig ist, wer aus eigener Kraft um den Sieg kämpft.
Fairplay erntet Anerkennung.
Selig ist, wer alles gibt.
Das ist ein Sieg großer Willensstärke.
Selig ist, wer im Wettkampf seine Bestleistung abruft.
Das Training hat sich gelohnt.
Selig ist, wer seine Kräfte richtig einschätzt.
Der Körper wird es danken.
Selig ist, wer im Konkurrenten den Menschen sieht.
Für Freundschaften gibt es keine Grenzen.
Selig ist, wer sich im Sport erholen kann.
Der Kopf wird frei werden für neue Gedanken.
Selig ist, wer Körper und Seele trainiert.
Freude erfüllt das Leben mit Schwung.
Selig ist, wer mit Körper und Seele Gott lobt,
der das Leben gegeben hat.
Quelle: Aufwind.Begleitheft der Evangelischen Gemeinde Oberstdorf während der Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021
Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis.
1. Korinther 9, 25
Guter Gott,
es sind nicht immer nur die großen und tiefen
Probleme des Lebens, die uns bewegen.
In diesen Tagen denken viele von uns
vor allem an sportliche Ereignisse.
Wir genießen die Spannung beim Zuschauen,
die Begeisterung beim Siegen,
und wir sind gerührt von den Tränen der Verlierer.
Hilf, dass die weltweite Übertragung der Wettkämpfe
uns auch weltweit miteinander verbindet;
dass die sportlichen Begegnungen dazu beitragen,
Vorurteile zu überwinden
und Verhärtungen im Verhältnis der Völker aufzulösen.
Verhindere, dass aus der Trauer über Niederlagen
Aggression wächst.
Gott, Dir sei gedankt,
dass uns aus so vielen Ereignissen Lebensfreude zuwächst.
Dir sei heute einmal für den Sport gedankt.
Amen.
Quellenangabe: © Text: Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland.
In: Pfarrbriefservice.de.
Eine Welt - ein Traum - in fünf olympischen Farben
Bildquelle: Pixabay
(5) Ringe – (5) Kontinente – (5) Farben - (5) Hoffnungen – (5) Wünsche Olympische Spiele
Blau ist die Farbe des Himmels,
wirkt beruhigend,
steht für Sportlichkeit und Treue.
Ich wünsche der Welt viele Menschen
mit den Eigenschaften der Farbe Blau,
die Verantwortung für die Zukunft übernehmen
und nicht blau machen.
Schwarz ist die Farbe der Dunkelheit,
steht für Trauriges, Unglücke.
Ich wünsche der Welt viele Menschen,
die dazu beitragen,
dass die Menschheit nicht schwarz
in die Zukunft schauen muss.
Rot ist die Farbe der Liebe
der Leidenschaft und Willensstärke.
Ich wünsche der Welt viele Menschen
mit den Eigenschaften der Farbe Rot,
die leidenschaftlich und willensstark
für eine gerechte Zukunft eintreten
und nicht gleich rot sehen.
Gelb ist die Farbe des Lichts,
der Heiterkeit und des Spiels.
Ich wünsche der Welt viele Menschen
mit den Eigenschaften der Farbe Gelb,
die humorvoll und gelassen in die Zukunft gehen,
auch wenn nicht alles das Gelbe vom Ei ist.
Grün ist die Farbe des Lebens,
der Hilfsbereitschaft, der Ausdauer und Toleranz.
Ich wünsche der Welt viele Menschen
mit den Eigenschaften der Farbe Grün,
die hilfsbereit, ausdauernd und tolerant mithelfen,
dass in Zukunft alles im grünen Bereich ist.
Bunte Eine-Welt-Spiele
Quellenangabe: © Peter Schott (2008): Politlyrik für August 2008.
In: Pfarrbriefservice.de.
Bild: Silvia Breuhan
Schon immer so - und doch neu
Wege, hundertmal gegangen.
Häuser, immer schon da.
Wald und Feld, so bekannt
wie deine Westentasche.
Ich wünsche dir Freude
am zweiten, dritten und vierten Blick,
der dir die Schönheit dessen zeigt,
was du zu kennen glaubtest.
Es könnte ja sein,
dass gerade das Altvertraute
dich neu überrascht,
wenn du es anders zu sehen lernst.
Textquelle: Tina Willms, Gemeindebrief
Bildquelle: Pixabay
Alle Sinne öffnen für Gott
Gott, öffne meine Augen,
damit ich dich entdecke
in allem, was mir begegnet:
in dieser Zeit der Stille,
verborgen in meinem Tag.
Gott öffne meine Ohren,
damit ich deine leisen Töne höre:
ein Gewirr der Stimmen,
in den Geräuschen meines Alltags,
im Lärm der Informationen,
und in den Worten auf Papier.
Gott öffne mein Herz,
damit es weit werde zu liebevollem Sein
mit mir, mit dir und mit dem Menschen neben mir.
Verfasser unbekannt
Bildquelle: Pixabay
Darum empfehle ich allen, das Leben zu genießen, denn es gibt für den Menschen nichts Besseres auf der Welt, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein.
Prediger 8, 15
Bild: Silvia Breuhan
Beginn der Urlaubszeit
Schütze du, Gott, alle,
die sich in diesen Tagen und Wochen
auf den Weg in den Urlaub machen.
Schenke vor allem den Familien erfüllte Zeit,
in der sie sich aufeinander einlassen
und ihre Beziehungen stärken können.
Bewahre sie vor Streit und Trennungen,
wie sie sich gerade im Urlaub oft einstellen.
Lass uns empfindsamer werden für all die Fragen,
die der Tourismus uns heute stellt.
Hilf uns, die Zeichen der Zeit zu erkennen,
weil wir längst wissen,
dass wir mit der Ausbeutung der Welt und der Menschen
so nicht weitermachen können - und es doch nicht ändern.
Höre die Seufzer und Klagen
der durch den Tourismus gefährdeten Menschen
und ihrer Gemeinschaften,
im Norden und im Süden,
die abhängig von den Besuchen
und gleichzeitig durch sie so überfordert sind.
Uns allen aber gib die Erkenntnis,
dass du uns Leben in Fülle schenkst,
damit wir deine Liebe zeigen,
wo immer wir leben,
egal an welchem Ort.
Textquelle: Brot für die Welt
Bild: Silvia Breuhan - Herzweg des Friedens
Nimm die Welt ungezwungen und leicht, und möge sie es mit dir ebenso tun.
Einfach sein.
Einfach spüren, riechen, schmecken.
Einfach sehen, einfach hören.
Tanzen oder springen -
wenn es geht.
Oder einfach dasitzen.
Nur so.
Ohne Zwang, ohne Grund,
ohne Erklärung.
Ich muss nicht, aber ich kann.
Leben.
Einfach sein.
Bild: Silvia Breuhan
Das Leben der Menschen, die auf Gott hören, gleicht dem Sonnenaufgang: Es wird heller und heller, bis es völlig Tag geworden ist.
Sprüche 4, 18
Bild: Silvia Breuhan. Kirchgarten der Ev. Kirche Königstädten
Segen soll über alle kommen, die allein auf mich, den Herrn, ihr Vertrauen setzen! Sie sind wie Bäume, die am Wasser stehen und ihre Wurzeln zum Bach hin ausstrecken. Sie fürchten nicht die glühende Hitze; ihr Laub bleibt grün und frisch. Selbst wenn der Regen ausbleibt, leiden sie keine Not. Nie hören sie auf, Frucht zu tragen.
Jeremia 17, 8
Wie ein Baum, der starke Wurzeln am Wasser hat, der auch in der Hitze grün bleibt und Frucht trägt, so ist das Leben unter dem Segen Gottes. Gott will, dass den Menschen das Leben gelingt und sie Wachstum erleben. Wachstum von Blättern und Früchten ist für eine gesunde Pflanze normal. Und normal ist auch das Wachstum in Glauben, Hoffnung und Liebe für einen gesunden mit Gott verbundenen Menschen.
Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay
Kostbare Zeit - Gebet von Jörg Zink
Herr meiner Stunden und meiner Jahre,
Du hast mir viel Zeit gegeben.
Sie liegt hinter mir, sie liegt vor mir.
Sie war mein und wird mein,
und ich habe sie von Dir.
Ich danke dir für jeden Schlag der Uhr
und für jeden Morgen, den ich sehe.
Ich bitte dich nicht, mir mehr Zeit zu geben.
Ich bitte dich aber um viel Gelassenheit, jede Stunde zu füllen.
Ich bitte dich, dass ich ein wenig dieser Zeit freihalten darf
von Befehl und Pflicht,
ein wenig für Stille, ein wenig für das Spiel,
ein wenig für die Menschen am Rande meines Lebens,
die einen Tröster brauchen.
Sag ja zu den Überraschungen ...
- die deine Pläne durchkreuzen,
- deine Träume zunichtemachen,
- deinem Tag eine ganz andere Richtung geben,
- ja vielleicht deinem Leben.
Sie sind nicht Zufall.
Lass dem himmlichen Vater die Freiheit,
deine Tage zu bestimmen.
(Dom Hélder Camara)
Textquelle: Kirche & Co
Bildquelle: Pixabay
Segenswunsch: Regenbogen
Rot für die Liebe, für Menschen, die bleiben und dich begleiten.
Orange für das Feuer, es brenne in dir und wärme dich.
Gelb für die Sonne, sie tauche dein Leben ins Licht.
Grün für das Leben, es möge wuchern und wachsen um dich herum.
Blau für den Himmel, er weite sich über dir und berge dich.
Violett für die Zärtlichkeit, in der sich Himmel und Erde verbinden.
Gott segne dein Leben und lasse es leuchten in den Farben des Regenbogens.
Textquelle Tina Willms
Bildquelle: Pixabay
»Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr. Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe.«
(Jeremia 29,11)
Gebet
Gott, du hast gesagt,
du hast Zukunft und Hoffnung für uns.
Du hast versprochen,
deine Gedanken sind Gedanken des Friedens.
Und jetzt?
Es ist Krieg.
Wir haben Angst.
So nah ist die Gewalt.
Menschen verlieren ihre Sicherheit,
ihr Zuhause, manche sogar ihr Leben.
Wenn jemand helfen kann,
dann doch du, Gott.
Darauf hoffen wir:
Dass diese Welt immer noch deine Welt ist.
Dass deine Liebe immer noch stärker ist
als der Hass.
Darum pflanze deinen Frieden
in die Herzen der Mächtigen.
Gib unserer Hoffnung Ausdauer und Kraft.
Wir glauben daran:
Niemals lässt du uns Menschen allein.
Niemals.
Amen.
Textquelle: Kigo-Extra – Friedensgebet (Von Miriam Springhoff)
Bild: Silvia Breuhan
Segensspruch
Ich wünsche dir,
dass der Himmel immer wieder sein Licht über dir ausgießt.
Dass er deine Seele hell und freundlich macht,
deine Augen zum Leuchten bringt
und seine Liebe ausstrahlt durch dich.
Und du selbst zum Licht wirst für diese Welt.
Textquelle: Tina Willms
Gebet aus dem "Picknick"-Gottesdienst mit dem Thema: Gesucht Ihr Talent! Denn die Erde braucht Talente
Guter Gott, du hast allen Menschen Talente anvertraut.
Hilf uns und allen Menschen dabei, sie zu entdecken,
weiterzuentwickeln und zu nutzen.
Guter Gott, manchmal denken Menschen, sie hätten gar keine Talente.
Hilf uns und allen Menschen dabei,
ihnen Mut zu machen und sich selbst zu vertrauen.
Guter Gott, unter uns und auf der ganzen Welt leben Menschen
mit einer Behinderung. Für sie bitten wir besonders.
Hilf ihnen und uns, ihre Talente zu entdecken und zu entwickeln.
Guter Gott, du willst, dass wir Menschen füreinander da sind.
Hilf uns und allen Menschen dabei, unsere Talente so einzusetzen,
dass sie auch anderen Menschen zugutekommen.
Guter Gott, du willst,
dass das Reich Gottes unter uns immer mehr wächst.
Hilf uns und allen Menschen dabei, unsere Talente einzusetzen,
damit unsere Welt besser wird.
Amen
Bildquelle: Pixabay
Dankkultur
Geiz ist geil? - Nein, danke!
Ich habe mein Auskommen
mit meinem Einkommen.
Gott behandelt mich großzügig.
Mich umgeben Menschen,
die ich mag.
Ich freue mich meines Lebens.
Und das ist es schon?
Was gibt es denn noch mehr?
Amen
Textquelle: Reinhard Ellsel, Gemeindebrief
Segensspruch zu Pfingsten
Gott segne unseren Bick zurück
und unseren Schritt nach vorn.
Gott segne uns,
dass wir nicht nur das Brausen hören,
sondern auch das leise Säuseln des Windes,
der weht , wo er will.
Gott segne uns,
dass der Duft, den der Wind herbeiträgt
in unseren Nasen den Geruch einer neuen Welt verbreitet.
Gott segne uns,
dass die Hoffnung auf Gerechtigkeit und Liebe,
die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Frieden
auf den Flügeln des Windes zu uns reiten.
Gott segne uns,
dass wir vom Wind der Zukunft ergriffen werden,
der uns von dort entgegenkommt,
wohin wir nicht mit eigener Macht,
aber mit Gottes Hilfe gelangen werden.
Gotte Segen begleite uns
ind das Fest und in den Alltag
Gott segne uns und behüte uns.
Jesu Beispiel beflügle unsere eigene Kraft.
In uns allen lebe Gottes Segen.
Text: Hanne Köhler
Welche Symbole gibt es zu Pfingsten
Bildquelle: Pixabay
Die Taube ist das Symbol, das den meisten Menschen zu Pfingsten und dem Heiligen Geist wohl zuerst in den Sinn kommt. Die Taube gilt als Symbol des Heiligen Geistes. Schon in der Antike stand sie für Sanftmut und Liebe
Auch im Alten Testament steht die Taube als Symbol für die Versöhnung mit Gott, als sie nach der Sintflut mit einem Olivenzweig im Schnabel zu Noahs Arche zurückkehrt.
Als Verkörperung des Heiligen Geistes tritt die Taube bei der Taufe Jesu im Jordan in Erscheinung:
„Der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“ (Lk 3,22) Vom Geist, der „wie eine Taube“ vom Himmel auf Jesus herabfuhr berichten auch die anderen Evangelisten (Mt 3,16; Mk 1,10; Joh 1,32).
Das frühe Christentum tat sich naturgemäß schwer mit der Darstellung des Heiligen Geistes, der ja von seinem Wesen her unsichtbar ist. Seit dem Konzil von Nicäa (325 n.Chr.) wird der Heilige Geist als Taube dargestellt. Das Tier galt seit der Antike als besonders sanftmütig. Die Menschen glaubten, die Taube habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen. Andere Personifizierungen des Heiligen Geistes in Gestalt einer Frau oder eines Jünglings haben sich nur in einzelnen Darstellungen der Dreifaltigkeit erhalten.
Auch das Feuer erscheint auf zahlreichen bildlichen Darstellungen des Pfingstgeschehens.
Kleine Flammenzungen über den Köpfen symbolisieren die Erleuchtung der Jüngerinnen und Jünger durch den Heiligen Geist, ihre Begeisterung, das innere Feuer, das Gott in ihnen entzündete. Biblische Quelle dieser Darstellung ist wiederum die Pfingsterzählung aus der Apostelgeschichte. Auch in anderen biblischen Geschichten spielt das Feuer eine Schlüsselrolle: Mose erkennt Gott im brennenden Dornbusch (2. Mose 3,2), es gibt den Ausspruch Johannes des Täufers: „Er (Jesus) wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen“ (Mt 3,11), und auch Jesus selbst sagt von sich: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“ (Lk 12,49).
Der Wind ist ein weiteres elementares Symbol an Pfingsten.
Laut Bericht der Apostelgeschichte schwillt er zum gewaltigen Brausen an, das vom Himmel kommt und das Haus erfüllt, in dem die Jünger:innen sich versammeln. Schon Jesus bediente sich des Geist-Symbols, wenn er zu Nikodemus spricht: „Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,8). Und er haucht seinen Jüngern diesen Geist persönlich ein (Joh 20,22). Eine ähnliche Entsprechung besteht auch im Alten Testament, wenn es heißt: „Gott macht Winde zu seinen Engeln“ (Ps 104). Und schon am Beginn der Schöpfung, noch ehe Himmel und Erde gemacht sind, schwebt Gottes Atem („Ruach“) als Windhauch über den Wassern (1. Mose 1).
Textquelle: EKD
Bild: Elke Hofmann
Der Baum
Je älter ein Baum ist,
um so wertvoller und größer wird er,
je tiefer seine Wurzeln reichen,
um so standhafter widersteht er den Stürmen,
je dichter seine Äste sind,
um so sicherer bietet er Schutz,
je stärker sein Stamm ist,
um so mehr verkraftet er das Anlehnen,
je höher seine Krone ist,
um so einladender wirkt sein deckender Schatten.
Jeder Jahresring ist ein deutliches Sinnbild
für gelebte Kraft,
ist wie eine Falte
in einem Gesicht
Verfasser unbekannt
Herr, unsere Zeit steht in deinen Händen; die Zeit, in der wir glücklich sind und uns am Leben freuen und die Zeit, in der wir Angst haben und nach Halt suchen.
Gott, es braucht viel Mut in dieser Zeit.
Dankbar bin ich für alle Menschen, die mir Mut machen,
und bringe meinen Dank für sie vor dich.
Durch sie schenkst du mir Musik, Gemeinschaft
und die Fürsorge meiner Familie, Freunde und Nachbarn.
Du schenkst mir Inspiration, Freundlichkeit und Mut.
Mitten hinein in meine Angst schenkst du mir das Leben.
Du schenkst mir Glauben, die Liebe und die Hoffnung.
Dir vertraue ich mich an.
Bildquelle: Pixabay
Zwischen Gestern und Morgen
Ich wünsche dir,
dass du freundlich zurückblickst
auf das, was gestern war,
und zuversichtlich vorausschaust
auf das, was morgen sein wird.
Ich wünsche dir,
dass du in diesem Moment zwischen Gestern und Morgen
den Blick Gottes spürst,
der auf dir ruht und dich segnet.
Textquelle: Tina Willms
Bildquelle: Pixabay
"Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts fehlen."
(Psalm 23,1 )
Am 14. April war der sogenannte „Hirtensonntag“. Vielfältig kommt das Bild vom Hirten in der Bibel vor. Jesus hat sich selbst als den guten Hirten bezeichnet, vom verlorenen Schaf erzählt und Petrus beauftragt: „Weide meine Lämmer!“.
Unzählige Menschen haben sich in ihrer Not an die Worte des Psalms 23 geklammert.
Viele kennen ihn auswendig.
Die Japanerin Toki Miyaschina hat in eigene Worte gefasst,
was der Psalm für sie bedeutet:
Der HERR gibt mir für meine Arbeit das Tempo an.
Ich brauche nicht zu hetzen.
ER gibt mir immer wieder einen Augenblick der Stille,
eine Atempause, in der ich zu mir komme.
ER stellt mir Bilder vor die Seele,
die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.
Oft lässt ER mir mühelos etwas gelingen,
und es überrascht mich selbst,
wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke: Wenn man sich diesem HERRN vertraut,
bleibt das Herz ruhig.
ER ist in jeder Stunde da, und in allen Dingen,
und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht.
Oft – mitten im Gedränge,
gibt ER mir ein Erlebnis, das mir Mut macht.
Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte,
und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit.
Ich spüre, wie meine Kraft dabei wächst,
wie ausgeglichen ich werde und mir mein Tagewerk gelingt.
Darüber hinaus ist es einfach schön, zu wissen,
dass ich meinem HERRN auf der Spur
und dass ich, jetzt und immer, bei IHM zu Hause bin.
AMEN.
Impulse
Was bedeutet mir der Psalm 23?
Was würde ich anders formulieren als Toki Miyaschina?
Maren Dettmers
Kirche & Co, Darmstadt
Bildquelle: Pixabay
Psalm 84 nach Frauke Kursawa
Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Gott,
alles in mir verlangt nach Deiner Nähe und sehnt sich nach Dir.
Mein Leib und meine Seele freuen sich vor Lebendigkeit.
Der Vogel, der Dein Lied singt, hat ein Haus gefunden
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen.
Im Schatten Deines Glanzes möchte auch ich leben!
Wohl den Menschen, die Dich für ihre Stärke halten,
Dir vertrauen und nach Deinem Willen leben!
Auf den Durststrecken ihres Lebens bist Du ihnen Quellgrund.
Dein Segen umhüllt sie wie ein Frühregen, der alles sprießen lässt.
Im Bewusstsein Deiner Gegenwart und Gnade wächst ihnen Kraft zu,
die sie immer wieder weiterträgt.
Ein Tag in Deiner Nähe, Gott,
ist besser als tausend Tage fern von Dir, in der Finsternis,
denn Du, Gott, bist Sonne und Schutz.
Du gibst Gnade und Ehre
und lässt kein Gutes mangeln denen, die dich lieben.
Wohl den Menschen, die Dir Vertrauen schenken.
Lutherkirche Rüsselsheim, Osternacht 2024
Gott, die Farben sprechen von deinem Segen:
Das Rot sagt: Deine Liebe trägt uns.
Das Orange sagt: Du hältst uns in deiner Hand.
Das Gelb sagt: Du schenkst uns Mut zum Durchhalten.
Das Grün sagt: Mit deiner Hilfe wachsen und reifen wir.
Das Blau sagt: Alles Gute kommt von dir.
Das Violett sagt: Auch in schweren Zeiten bist du da.
So sei dein Segen über uns.
Amen
Bild: Silvia Breuhan
Wir feiern Gott
Wir feiern Gott
in der Schönheit der Schöpfung,
die uns froh macht mit den Farben der Blumen,
die uns leben lässt von der Ernte der Felder,
die unser Leben ordnet in Morgen und Abend,
in Tage und Jahre.
Wir feiern Gott
im Geschenk der Versöhnung,
die uns bereit von der Last der Schuld,
die unser Wunden heilt,
und in uns neue Hoffnung weckt.
Wir feiern Gott
im Geheimnis der Liebe,
die uns zu den Menschen bringt,
die unsere Herzen bewegt,
die uns freundlich und zärtlich sein lässt.
Wir feiern Gott
in der Kraft des Friedens,
die uns stärkt gegen die Ungerechtigkeiten,
die uns mutig und zuversichtlich macht
auf dem Weg
zu einem neuen Himmel und einer neuen Erde.
Amen
DER HERR IST AUFERSTANDEN
Der Herr ist wahrhaftig auferstanden .
Lukas 24, 34
Bild: Wilfried Helfenbein
... auch beim Osterfeuer 2024 vor der Königstädter Kirche.
Schauen Sie sich das Bild einmal genauer an:
In der höchsten rechten Flamme zu erkennen:
eine Gestalt mit ausgebreiteten Armen, auf dem Kopf eine Krone.
In der mittleren Flamme:
eine Gestalt in weißem Gewand mit nach oben ausgestreckten Armen.
Im linken unteren Bereich der Flamme:
eine Gestalt mit angewinkeltem Ellbogen, die Hand nach oben zeigend.
Gegenüber im rechten Bereich der Flamme:
eine Gestalt mit großem Kiefer, die Zähne zeigend.
Bild: Silvia Breuhan
Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat.
Matthäus 28, 5-6
Bildquelle: Pixabay
In die Stille gehen
"Und am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort."
(Markus 1, 35)
In die Stille gehen
Die Ohren des Herzens weit aufmachen
Mein Herz öffnen
Ins Gespräch gehen mit Gott
Das brauche ich
Das ist gar nicht so einfach
Im Gewühl und Lärm des Lebens
Das muss ich bewusst suchen
So wie Jesus
Früh aufstehen
Mich an einen einsamen Ort trauen
Über die Schwelle gehen
Warten
Ob etwas geschieht
Ob mir etwas begegnet
Ob mir Gott begegnet
Wahrnehmen
Die leise Stimme
Die kleinen Zeichen
Die verborgene Bedeutung
Hüten
Die feine besondere Erfahrung
Das zarte Angerührtsein
Den besonderen Ort
Und dankbar sein
Das Geschenk schätzen
Im Geist bewegen
Im Herzen bewahren
Impulse
Zwei Gebete für den frühen Morgen:
Luthers Morgensegen:
Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
oder ein ganz kurzes Morgengebet:
Gott, geh diesen Tag mit mir.
Lass mich diesen Tag mit Dir gehen.
Textquelle: Kirche & Co. - Spurenleger
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Gabriela Hund
Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Sei gegrüßt, König der Juden!
Matthäus 27, 29
Bild: Silvia Breuhan, Ev. Kirche Königstädten - März 2024
Bild: Silvia Breuhan, Mainzer Dom
Gott ist wie eine feste Burg, Gott schützt uns und steht uns bei.
Gott ist wie eine feste Burg,
Gott schützt uns und steht uns bei,
wenn uns die Welt unheimlich wird,
wenn der Boden unter den Füßen schwankt,
wenn uns das Wasser bis zu Hals steht,
wenn uns ständig Steine in den Weg gelegt werden.
Gott ist wie eine feste Burg,
Gott schützt uns und steht uns bei.
Unsere Angst wird nicht übergroß,
wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Unsere Hoffnungen bleiben lebendig,
wir können uns trauen, für sie einzustehen.
Gott ist wie eine feste Burg,
Gott schützt uns und steht uns bei.
Menschen machen sich das Leben schwer,
alle wollen sich durchsetzen.
Aber Gott will Frieden für allle Menschen.
Gott ist wie eine feste Burg,
Gott schützt uns und steht uns bei.
Textquelle: Klaus Bastian
Bildquelle: Pixabay
Neben mir
Einmal am Tag innehalten,
den Blick schweifen lassen:
Wo ist mir Gutes begegnet?
Den Worten nachlauschen:
Welches davon hat mich aufgerichtet?
Den Gesten nachspüren:
Welche hat mich heute schon gewärmt?
Einmal am Tag mich fragen:
Wo könnte Gott sich entdecken lassen, nah neben mir?
Textquelle: Tina Willms
Modernes Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott,
der diese Welt geschaffen hat,
damit Glück und Frieden sich ausbreiten;
der es nicht zulassen will,
dass Menschen in Hunger und Elend bleiben
und sich gegenseitig töten.
Ich glaube, dass Gott die größte Macht hat
und dass ich mich auf ihn verlassen kann.
Ich glaube, dass Gott nicht nur ein Gott der Menschen,
sondern auch der Tiere und der Pflanzen ist.
Ich glaube, dass Gott für mich
und für die ganze Schöpfung das Leben will und nicht den Tod,
die Freude und die Traurigkeit,
und dass er immer bei mir ist bis in alle Ewigkeit.
Ich glaube, dass Jesus so gelebt hat, wie wir leben sollten.
Er half den Menschen, heilte sie und verzichtete auf Gewalt.
Ihm waren alle Menschen gleich viel wert.
Er half denen, die in Not waren
und ist für die Menschheit gestorben.
Er ist auferstanden;
und durch ihn ist ein neuer Geist in die Welt gekommen.
Ich glaube an die heilige christliche Kirche,
dass keiner unterdrückt wird
und alle Menschen als gleich angesehen werden.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
dessen Kraft in der Kirche wirkt und uns alle beschützt, verbindet;
und der uns Mut gibt, für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.
Amen
Bildquelle: Pixabay
Gib uns Frieden jeden Tag
Gib uns Frieden jeden Tag!
Lass uns nicht allein.
Du hast uns dein Wort gegeben,
stets bei uns zu sein.
Denn nur du, unser Gott,
hast die Menschen in der Hand.
Lass uns nicht allein.
Gib uns Freiheit jeden Tag!
Lass uns nicht allein.
Lass für Frieden uns und Freiheit
immer tätig sein.
Denn durch dich, unsern Gott,
sind wir frei in jedem Land.
Lass uns nicht allein.
Gib uns Freude jeden Tag!
Lass uns nicht allein.
Für die kleinsten Freundlichkeiten
lass uns dankbar sein.
Denn nur du, unser Gott,
hast uns alle in der Hand.
Lass uns nicht allein.
Textquelle: Auszug aus dem Lied Ev. Gesangbuch 425
Gott schenkt uns seinen Frieden und knüpft mit uns ein Band: Seid freundlich und geduldig und reicht Euch stets die Hand
Einander brauchen mit Herz und Hand,
gemeinsam weben ein buntes Band.
Einander tragen in Traurigkeit
gemeinsam heilen in Einsamkeit.
Einander helfen in Leid und Not,
gemeinsam danken für Wein und Brot.
Einander mahnen in Zank und Streit,
gemeinsam lindern die Bitterkeit.
Einander streicheln in Schlaf und Traum
gemeinsam liegen im Apfelbaum.
Einander sagen, was recht und gut,
gemeinsam bitten um etwas Mut.
Einander glauben zu jeder Zeit,
gemeinsam hoffen schon himmelweit.
Textquelle: Weltgebetstag 2024 Kindergottesdienst Bausteine
Bild: Silvia Breuhan
Ertragt euch gegenseitig in Liebe - Der Frieden ist das Band, das euch alle zusammenhält
Lesung aus der Gottesdienstordnung des Weltgebetstages 2024
Epheser 4, 1-7 - BasisBibel
Ich bitte euch als jemand, der in Haft ist, weil er zum Herrn gehört: Führt euer Leben so, dass es dem entspricht, wozu Gott euch berufen hat: voller Demut, Freundlichkeit und Geduld. Ertragt euch gegenseitig in Liebe. Bemüht euch darum, die Einheit zu bewahren, die sein Geist euch geschenkt hat. Der Frieden ist das Band, das euch alle zusammenhält. Ihr seid ein Leib und ein Geist lebt in euch. So ist es ja auch eine Hoffnung, zu der Gott euch berufen hat. Es gibt nur den einen Herrn, den einen Glauben und die eine Taufe. Und ebenso gibt es nur den einen Gott, den Vater von uns allen. Er regiert über alle, wirkt durch alle und erfüllt alle. Jeder Einzelne von uns hat die Gnade in dem Maß erhalten, wie Christus sie ihm schenkt.
Angesichts der Ereignisse, die uns sprachlos und hilflos machen, hat Landespastorin Susanne Paul einen Klagepsalm verfasst.
Gott, es zerreißt mich.
Mein Kopf ist voller Bilder des Schreckens.
Mein Mund ist trocken, ich finde keine Worte.
Wie kann heil werden, was so zerstört ist?
Wie kann Leben weiter gehen, wo so viel Tod ist?
Wie kann Recht werden, wo so viel Unrecht ist?
Ich weiß, du bist die Kraft des Lebens,
aber ich sehe nur Tod und Zerstörung.
Ich weiß, du bist die Kraft des Friedens,
aber ich sehe nur Hass, Gewalt und Gegengewalt.
Ich wünsche mir Antworten und finde nur Fragen.
Gott, es zerreißt mich.
Gott, halte zusammen, was ich nicht halten kann
lass mich schweigen, wo mir die Worte fehlen
lass mich weiter fragen und nicht in die Falle der einfachen Antworten tappen.
Lass mich im Dunkel hoffen, dass da doch dein Licht ist.
Textquelle: Weltgebetstag 2024
Segen nach Christa Spilling-Nöker
Ich wünsche dir Augen,
mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst
und die nicht blind werden, aufmerksam zu sein für das,
was dieser Mensch von dir braucht.
Ich wünsche dir Ohren,
mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst
und die nicht taub werden beim Horchen auf das,
was Glück und die Not ist.
Ich wünsche dir einen Mund,
der das Unrecht beim Namen nennt,
und der nicht verlegen ist um ein Wort des Trostes
und der Liebe zur rechten Zeit.
Ich wünsche dir Hände,
mit denen du zärtlich liebkosen und Versöhnung bekräftigen kannst
und die nicht festhalten, was du in Fülle hast und teilen kannst
Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen zu dem, was wichtig ist,
und die nicht stehen bleiben vor Schritten,
die entscheidend sind.
Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.
Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zu Hause sind.
Dazu segne euch/uns der allmächtige Gott ...
Bildquelle: Pixabay
Herr, gib mir helle Augen,
die Schönheit der Welt zu sehn.
Herr, gib mir feine Ohren,
dein Rufen zu verstehn.
Und weiche, linde Hände
für aller Menschen Leid
und klare Gottesworte
für unsre wirre Zeit!
Herr, gib mir flinke Füße
zu meiner Arbeitsstatt
und eine stille Seele,
die deinen Frieden hat.
Aurelius Augustinus
Bild: Silvia Breuhan
Unterwegs unter Gottes Schutz - Psalm 121
Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher kann ich Hilfe erwarten?
Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!
Der HERR wird nicht zulassen, dass du fällst;
er, dein Beschützer, schläft nicht.
Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht.
Der HERR gibt auf dich acht;
er steht dir zur Seite und bietet dir Schutz vor drohenden Gefahren.
Tagsüber wird dich die Sonnenglut nicht verbrennen,
und in der Nacht wird der Mond dir nicht schaden.
Der HERR schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben.
Er gibt auf dich acht,
wenn du aus dem Haus gehst und wenn du wieder heimkehrst.
Jetzt und für immer steht er dir bei!
Bildquelle: Pixabay
Aus dem Ökum. Friedensgebet 2022
Gütiger Gott, wir sehnen uns danach,
miteinander in Frieden zu leben.
Wenn Gewalt zwischen den Menschen ausbricht,
wenn Versöhnung nicht möglich erschein,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.
Schenke uns mutige Frauen und Männer,
die die Wunden heilen,
die Hass und Gewalt an Leibe und Seele hinterlassen.
Lass uns die richtigen Worte, Gesten und Mittel finden,
um den Frieden zu fördern.
Textquelle: EMW Hamburg: missio Aachen und München
Dein Wort leuchtet mir dort, wo ich gehe; es ist ein Licht auf meinem Weg. Psalm 119, 105
Gott, dein Licht gehe über uns auf!
Christus, deine Liebe umgebe uns!
Heiliger Geist, dein Licht in uns
zeige uns den Weg!
Gott, wenn Wolken und Dunkel um uns sind,
komm zu uns!
Wenn Bitterkeit und Unfrieden in uns sind,
bewahre unsere Seelen!
Lass uns dein Licht aufgehen
Lege uns Freude ins Herz!
Gott, wir danken dir für die hellen Momente in unserem Leben.
Wir denken an die Zeiten,
in denen wir Liebe erfahren und Herzenswärme spüren.
Wenn wir auf einmal klarer sehen,
welchen Weg wir gehen können.
Manchmal bekommen wir eine Ahnung davon,
dass die Welt nicht einfach nur Welt ist.
Sie ist durchlässig für dein himmlisches Licht.
Gott, bei den Gottesdiensten möchten wir solche hellen Momente zählen,
damit wir an den dunklen Tagen nicht vergessen: Es gibt Licht.
Wir bitten dich:
Mach diese Gottesdienste zu einer hellen Stunde für uns!
Textquelle: Liturgischer Wegweiser
Bildquelle: Pixabay
Wir sehen, und wir sehen doch nicht
Es gibt viele Wunder im Schoß der Erde,
die danach verlangen,
vom Menschen entdeckt zu werden,
aber wir sehen sie nicht.
Unser Leben ist von Wundern umgeben,
die unser Herz erfreuen wollen,
aber wir sehen sie nicht.
Weil wir nur unsere Augen aufmachen,
aber nicht unser Herz.
Weil wir die Dinge und Menschen,
die uns entgegenkommen,
nicht von Herzen gern haben.
Wenn wir Blumen und Vögel
und die Menschen anschauen,
weil wir sie von Herzen gern haben,
dann sehen wir immer viel mehr,
dann entdecken wir täglich Wunder.
© Phil Bosmans (1922 - 2012),
belgischer Ordenspriester,
Telefonseelsorger und Schriftsteller
Bild: Bianca Breuhan
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde
Prediger 3, 1
AUFBRECHEN
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.
Bildquelle: Pixabay
Große Worte sind das.
Vielleicht zu groß für mich.
Wie oft scheitere ich an mir selbst,
werde meinem eigenen Anspruch nicht gerecht.
Ich liebe nicht, sondern bin gleichgültig.
Ich gehe nicht auf andere zu,
sondern ziehe mich ängstlich zurück.
Ich verzeihe nicht, sondern bin gefangen in dem, was war.
Dann sehe ich die Liebe, die Jesus gelebt hat.
Für mich mögen die Worte zu groß sein, aber nicht für ihn.
Weil uns in seiner Liebe Gott selbst begegnet.
Diese Liebe ist stärker als Hass,
sie überwindet Gräben,
sie macht Wunden heil.
Diese Liebe verändert. Auch mich.
Es kommt darauf an,
nicht meine Liebe zu leben, sondern seine.
Weil es seine Liebe ist, die mir die Kraft gibt, auszubrechen:
Aufzubrechen aus dem, was mich festhält und lähmt.
Aufzubrechen hin zu anderen.
Selbst zu dem, mit dem ich eigentlich fertig bin.
Selbst zu der, der ich nicht mehr in die Augen sehen kann.
Seine Liebe hat die Kraft, verkrustete Herzen aufzubrechen.
Nicht um große Worte geht es also,
sondern um seine Liebe, die das Leben verändert.
Textquelle: Cornelius Kuttler
In dir, allmächtiger Gott,
betrachten wir den Glanz der wahren Liebe.
An dich wenden wir uns vertrauensvoll.
Errette uns in deiner Gerechtigkeit und schenke uns,
dass unsere Familien und Gemeinden
Orte der Gemeinschaft und des Gebets sein können.
Wir beten für unsere Familien und Gemeinschaften,
die so viele Formen von Gewalt, Verblendung,
Ablehnung, Spaltung und Isolation erleben.
Mögen alle, die Opfer wurden,
Trost und Heilung in dir finden, o Herr des Friedens.
Sei du die Ruhe in unseren Stürmen,
die Stärke in unserer Schwäche
und das Licht in unserer Dunkelheit.
Schenke uns, Gott, deinen Frieden in Körper, Geist und Seele.
Bewahre uns vor allem, was uns Kummer, Trauer und Schmerz bereitet.
Gib uns die Kraft und Weisheit,
um die Schöpfung zu schützen –
dein Geschenk für uns.
Richte deinen barmherzigen Blick auf uns,
gib uns deinen Segen
und umgib uns mit deinem beständigen Schutz,
damit wir mit einer Stimme dein Lob singen können.
Möge deine grenzenlose Barmherzigkeit auf uns ruhen.
O Herr, erhöre uns gnädig.
Amen.
Textquelle: missio-hilft.de
Bild: Silvia Breuhan
Mit Maria und Joseph bitten wir dich, Gott,
für die Kinder, die wir aufwachsen sehen:
Gib ihnen gute Begleitung durch Erwachsene,
die ihnen Wege zeigen und ihnen auch treu bleiben,
wenn sie eigene Wege gehen.
Gib uns den Mut zu kämpfen gegen Lebensbedingungen,
unter denen Kinder zu Opfern werden.
Lass uns sehen und hören,
was Kinder brauchen und was dem Leben dient.
Mit den Hirten bitten wir dich
für alle, die am Rand stehen,
die ausgeschlossen werden und oft keine Chance haben:
Für die Obdachlosen, die jetzt besonders unter dem Winter leiden.
Für Menschen, die gern Arbeit hätten und keine bekommen.
Für Menschen, die nicht dazugehören, weil sie anders sind.
Lass uns sehen und hören,
was sie brauchen und wie wir helfen können.
Mit den Weisen/Königen bitten wir dich
für alle, die auf der Suche sind.
Für alle, denen wir in der Kirche Antworten schuldig bleiben.
Für alle, die Macht haben,
dass sie auf ihre Gewissen hören
und das Wohl anderer im Auge haben.
Textquelle: Liturgischer Wegweiser
Zur Jahreslosung - Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe
Das Hohelied der Liebe
(1. Korinther 13)
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete
und hätte der Liebe nicht,
so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich prophetisch reden könnte
und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis
und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte,
und hätte der Liebe nicht,
so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe
und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen,
und hätte der Liebe nicht,
so wäre mir’s nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie duldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Acryl von U. Wilke-Müller © GemeindebriefDruckerei.de
Jahreslosung 2024 - Alles, was ihr tut geschehe in Liebe
Lebe die Liebe!
Kämpfe nicht mit deinem Leben,
sondern liebe es und lebe es.
Verträume nicht dein Leben,
sondern lebe deinen Traum.
Verlier dich nicht an dich selbst,
sondern gewinne dein Leben
in der Liebe
zu deinem Mitmenschen
und zu Gott,
der dich unendlich liebt.
Textquelle: Reinhard Ellsel
Segenswunsch zu Jahreslosung
Zu Hause in der Liebe zu sein,
das wünsche ich dir.
Du bist willkommen, jederzeit.
Hier warten Wärme und Licht.
Von den Schulter fällt,
was dich bedrückt und bitter macht.
Ausruhen darfst du,
bis neue Kräfte in dir wachsen.
Die Liebe überdauert Raum und Zeit,
und bleibt dein Zuhause immerdar.
Denn die Liebe geht niemals aus.
Textquelle:Tina Willms