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Gebet - Herr, lehre mich warten

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Die Zeit ist reif

"Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit." (Prediger 3, 1-5)

Die Zeit ist reif … Reif für neue Anfänge, zum Umdenken, für die Überwindung verkrusteter Strukturen, für den Aufbruch zu neuen Ufern …, es scheint mir, als zögen sich Einschätzungen wie diese durch die aktuelle Medienberichterstattung wie lange schon nicht mehr. Ein Lebensgefühl findet hier seinen Ausdruck, das wohl ganz vergleichbar war mit dem, das die Menschen zu der Zeit um Christi Geburt herum hatten.

"Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn", schreibt Paulus im Galaterbrief, Kapitel 4, Vers 4. Die Zeit war reif, die Zeit des Alten ist abgelaufen, etwas Neues bricht nun an. Und Gott hat etwas damit zu tun, ja er ist ganz nah, ganz unmittelbar mit dabei. An der Seite der Menschen, die sich nach Aufbruch sehnen, die die Schritte ins Ungewissen wagen wollen, weil sie spüren, Gott ist ihnen dabei nahe. Ganz nahe, wie ein Bruder, wie ein Freund. Die Zeit ist reif… – auf geht‘s!


Impulse
• Was würden Sie gerne hinter sich lassen?
• Wohin soll es gehen?
• Und was hindert sie noch, den Aufbruch zu wagen?

Diese Adventsspur wurde Ihnen gelegt von Dr. Hans-Jürgen Steubing
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt (Kirche in der City von Darmstadt e.V.)

Träume einer neuen Welt

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Wochenpsalm zum 1. Advent - Psalm 24

Dem HERRN gehört die ganze Welt und alles, was auf ihr lebt. Die Erde befestigte er über dem Wasser, ihre Fundamente legte er auf den Meeresgrund. »Wer darf auf den Berg des HERRN gehen und an diesem heiligen Ort vor Gott treten?« »Jeder, der kein Unrecht tut und ein reines Herz hat. Jeder, der keine fremden Götter anbetet und keinen falschen Eid schwört. Einen solchen Menschen wird Gott mit seinem Segen beschenken und ihn für schuldlos erklären; der HERR ist sein Helfer! Das gilt den Menschen, die sich nach dir richten und im Gebet deine Nähe suchen, du Gott Jakobs. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR, stark und mächtig.

Sonntag, 21. November 2021

Der heutige Sonntag hat viele Namen:
Letzter Sonntag des Kirchenjahres, Totensonntag, Ewigkeitssonntag,
Tag des Jüngsten Gerichts und Tag der Entschlafenen.

Alle Sonntagsnamen erinnern uns daran, dass uns auf der Erde eine begrenzte Zeit geschenkt ist, gemeinsam das Leben zu teilen.

Gebet Buß und Bettag - 17. November 2021

Gerechtigkeit – das willst du für uns, Gott.
Freude und Erlösung – das willst du für alle Menschen.
Aber so ist es nicht, nicht überall.
Wir sehen auch Traurigkeit.
Wir sehen auch Verzweiflung.

In den Gesichtern der Menschen, die des Lebens müde sind.
In den Arbeitsagenturen.
Auf der Straße sitzend, mit einem Korb vor sich,
um Geld bittend,
um Zuwendung,
um Anerkennung,
um Gerechtigkeit.
Lass sie nicht allein.

Wir sehen den Hunger nach Liebe.
In den Augen vieler Kinder hier bei uns,
die hungern nach Zuwendung und Sicherheit.
Lass sie nicht allein.

Wir sehen die Verzweiflung der Menschen in Kriegsgebieten
Schüsse, Bomben, Terror, Vergewaltigungen, Verschleppung.
So viele traumatisierte Menschen!
Lass sie nicht allein.

Wir sehen den Kleinglauben bei uns.
Menschen, die nicht mehr hinsehen können auf das Elend.
Die sich erschlagen fühlen von all dem Bösen.
Die meinen, dass die Welt aus den Fugen geraten ist.
Lass sie nicht allein.

In der Stille nennen wir dir die Menschen,
die uns besonders am Herzen liegen.
Lass sie nicht allein.
Lass uns nicht allein.
Nicht mit unserer Schuld.
Nicht mit unserer Traurigkeit.
Nicht mit unserem Kleinglauben.
Bleibe bei uns.
Am Abend und am Morgen.
Und an jedem neuen Tag.

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Zur Impulspost der EKHN

Du und ich: Das funktioniert nur, wenn wir den Mut haben, von Zeit zu Zeit die Perspektive zu wechseln. Denn nur so ist "Fairständigung" möglich. Wie gelingt dir der Perspektivwechsel?
Bildquelle: N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.deBildquelle: N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de
Manchmal, Gott,
ist mein Herz mutlos.
Dann fühle ich mich klein und unbedeutend.

Manchmal, Gott,
ist mein Herz weit und offen.
Dann fühle ich mich stark und groß.

Und manchmal, Gott,
ist mein Herz eng.
Dann sehe ich auf andere herab.

Eine volle Woche liegt hinter uns.
Es gab Tage, da ist uns viel gelungen.
Dann haben wir uns gefreut.
Es gab Tage, da ging vieles schief.
Dann haben wir uns geärgert.
Dabei wollen wir doch gut sein und alles richtig machen.

Gott, du bist treu.
Du kennst uns.
Du nimmst uns so an, wie wir sind.
Schenke uns deine Nähe.
Heute, morgen, immer.
Bildquelle:PixabayBildquelle:Pixabay

Jesus Christus spricht: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25,40b

Oft überfordert mich das.
Ich kann nicht allen helfen.
Und manchmal weiß ich auch nicht, wie.
Was bringen die paar Euro, die ich einem Obdachlosen gebe?
Jesus Christus, du sagst:
„Was ihr getan habt einem“.
Ich kann nicht allen helfen,
aber einem oder einer.
Ich muss nicht alles geben, aber etwas.
So wie Sankt Martin nicht den ganzen Mantel dem Bettler geschenkt hat,
sondern ihn geteilt hat.

Jesus Christus, darum bitte ich dich:
Ich will sehen, wer meine Hilfe braucht
und was ich teilen kann.

Wochenspruch und Wochenpsalm - 7. November

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Matthäus 5,9

Streit – Respekt – Frieden

Herbst-Aktion der EKHN
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Leben im Zwiespalt

Nur wer durch Wasser und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann in Gottes Reich kommen!
Johannes 3, 5

Manchmal bin ich Feuer,
will brennen, leuchten, mich verzehren,
will Glut sein und Wärme spenden.

Dann wieder bin ich Wasser,
will ruhig fließen und strömen,
Klarheit gewinnen und Tiefe,
will auf ein Ziel zu.

Immer lebe ich im Zwiespalt.
Unvereinbare Wiedersprüche und Gegensätze
beherrschen mein Denken:
Jäger oder Gejagter,
Fisch oder Angel,
Feuer oder Wasser ...

Ich möchte Grenzen überwinden,
Widersprüche lösen, Gegensätzliches vereinen.
Was getrennt ist, möchte ich zusammenführen,
was im Streit liegt, versöhnen.
Das Fremde möchte ich vertraut werden lassen,
vom Vertrauten Abschied nehmen können.
Immer will die Liebe das scheinbar Unvereinbare vereinen.
Alles strebt nach Harmonie,
nach dem Miteinander-Eins-Sein.

Die ganze Schöpfung liegt im Schmerz der Trennung:
Die Wüsten rufen nach Wasser
um blühende Gärten zu werden,
die Gletscher sehnen sich nach Sonne,
um aus der Starre zu erwachen.
Wo sich Gegensätzliches berührt,
da entsteht aufregend neues Leben.

Noch lebe ich im Zwiespalt,
bin uneins mit mir selbst.
Ich muss verwandelt werden,
die Taufe empfangen von Wasser und Geist.
Die Taufe zu einem neuen Leben,
das alle Gegensätze überwindet.
Feuer und Wasser
Himmel und Erde
Leben und Tod.

Text: Wolfgang Poeplau

Gebet zum Reformationstag

Reformation neu feiern

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Meine Augen
schauen die Schönheit deiner Werke
und Freude breitet sich aus in mir, Gott.

Meine Ohren
hören den Klang deiner Stimme
und meine Lieder singen von dir, Gott.

Mein Mund
kostet die Früchte deiner Erde
und Hoffnung keimt auf aus dir, Gott.

Meine Haut
atmet den Duft deiner Güte
und meine Ängste lösen sich bei dir, Gott.

Meine Hände
begreifen das Wunder deiner Liebe
und meine Seele füllt sich mit dir, Gott.

Meine Füße
gehen betend auf deinen Wegen
und mein Leben richtet sich aus zu dir, Gott.

Amen

Quelle: Reformation neu feiern

Herbstgebet

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Oktober Psalm von Reinhard Ellsel

Der Herbst ist wunderschön.

Mein Gott, ich freue mich an Deiner Schöpfung.

Die Früchte des Feldes sind einge-bracht und den Äpfeln an den Bäumen schenkst Du ihre letzte Reife.

Das Laub der Bäume färbst Du bunt. Wenn die Sonne scheint, leuchtet es farbenfroh. Ich sehe Deine Pracht, grün, gelb, braun und auch rot.

Der Himmel im strahlenden Blau.

Blätter schweben herauf auf die Erde. Ein würziger Geruch liegt in der Luft.

Die Felder werden gepflügt, damit sie neue Frucht bringen.
HERR, sie harren Deiner Lebenskraft.

Mein Gott, überraschend schnell wird es dunkel.
Die Nächte sind schon empfindlich kalt.
An manchen Tagen lässt Du es nur regnen.
Stürme schickst Du über das Land.
Niemand geht dann gerne vor die Tür.
Der Mensch macht es sich gemütlich daheim.
Wohlige Müdigkeit durchzieht unsere Glieder.

Du schenkst uns Zeit, um zur Ruhe zu kommen.
mein Gott, was habe ich schon alles erlebt?
HERR, wohin mag die Reise gehen?

Am Himmel ziehen Vogelschwärme nach Süden.
Im Frühling lässt Du sie wiederkehren.

Auszüge aus dem Wochenpsalm 119 und Prediger 12

Bildquelle: N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.deBildquelle: N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de

Glücklich sind die Menschen, denen man nichts Böses nachsagen kann, die sich stets nach dem Gesetz des HERRN richten. Glücklich sind alle, die sich an seine Weisungen halten und von ganzem Herzen nach ihm fragen. Solche Menschen tun kein Unrecht, sie leben so, wie es Gott gefällt.
Öffne mir die Augen, damit ich erkenne, welche Wunder dein Gesetz enthält!
Diese Welt wird nicht für immer meine Heimat sein. Umso mehr brauche ich deine Gebote – verheimliche sie nicht vor mir!


Deshalb:

Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die beschwerlichen Tage kommen und die Jahre näher rücken in denen du keine Freude mehr am Leben hast und du sagen wirst: »Sie gefallen mir nicht«;

Dann wird selbst das Licht immer dunkler für dich: Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich und nach jedem Regen kommen wieder neue Wolken.
Deine Hände, mit denen du dich schützen konntest, zittern;
deine starken Beine werden schwach und krumm.
Die Zähne fallen dir aus, du kannst kaum noch kauen,
und deine Augen werden trübe.
Deine Ohren können den Lärm auf der Straße nicht mehr wahrnehmen,
und deine Stimme wird immer leiser.
Schon frühmorgens beim Zwitschern der Vögel wachst du auf, obwohl du ihren Gesang kaum noch hören kannst.
Das Steigen fällt dir schwer und bei jedem Schritt bist du in Gefahr, zu stürzen.
Dein Haar wird weiß,
mühsam schleppst du dich durch den Tag und deine Lebenslust schwindet.

Genieße dein Leben, bevor es zu Ende geht–
so wie eine silberne Schnur zerreißt
oder eine goldene Schale zerspringt,
so wie ein Krug bei der Quelle zerbricht
oder das Schöpfrad in den Brunnen fällt und zerschellt.
Ja, alles ist vergänglich und vergeblich, sagte der Prediger.

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Der Herr hat dich wissen lassen, Mensch, was gut ist und was er von dir erwartet: Halte dich an das Recht, sei menschlich zu deinen Mitmenschen und lebe in steter Verbindung mit deinem Gott!

Micha 6, 8

Danke, Gott, für deine Gebote.
Du sagst uns, was gut ist.
Für uns.
Für die Schöpfung.
Für den Frieden.
So gibst du uns Orientierung und Halt.
Wenn die Welt aus den Fugen gerät,
erinnerst du uns:
Deine Gebote zu halten macht uns reich an Freude und Güte.
Deine Gebote zu halten macht die Welt schöner.
Wir schaffen das nicht immer.
Darum: Öffne uns die Augen für das Gute.

Quelle Gebet: Liturgischer Wegweiser

Von Gott will ich erzählen.

Bild: Wilfried HelfenbeinBild: Wilfried Helfenbein

Erntedank

Gott spricht:
Solange die Erde steht,
soll nicht aufhören
Saat und Ernte,
Frost und Hitze,
Sommer und Winter,
Tag und Nacht.

1. Buch Mose 8, 22
Psalm zum Erntedankfest

Ich will den HERRN preisen von ganzem Herzen.
HERR, mein Gott, wie groß bist du!

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn!


Du lässt Quellen sprudeln und als Bäche in die Täler fließen,
zwischen den Bergen finden sie ihren Weg.
Die Tiere der Steppe trinken davon,
Wildesel stillen ihren Durst.
An ihren Ufern nisten die Vögel,
in dichtem Laub singen sie ihre Lieder.
Vom Himmel lässt du Regen auf die Berge niedergehen,
die Erde versorgst du und schenkst reiche Frucht.
Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen,
die der Mensch anbauen und ernten kann.

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn!


So hat er Wein, der ihn erfreut,
Öl, das seinen Körper pflegt,
und Brot, das ihn stärkt.
Alle deine Geschöpfe warten auf dich,
dass du ihnen zur rechten Zeit zu essen gibst.
Sie holen sich die Nahrung, die du ihnen zuteilst.
Du öffnest deine Hand, und sie werden reichlich satt.

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn!


Die Herrlichkeit des HERRN möge ewig bestehen!
Er freue sich an dem, was er geschaffen hat

Auszüge aus Psalm 104

Leben - Gott, was heißt das?

Was wünschen wir uns für unser Leben?
Für das Leben von anderen?
Für das Zusammenleben hier an unserem Ort
und darüber hinaus:
in Deutschland, Europa, der Welt?

Wonach können wir uns richten?
Was sollen wir tun?
Was sollen wir lassen?
Wir suchen Orientierung.

Oft haben wir keine Kraft mehr,
dann sind wir hoffnungslos und müde.
Zu müde für unsere eigenen Sorgen,
Zu müde, um auch noch auf die Nöte anderer zu achten.
Kann das so sein?
Woher kriegen wir neue Kraft?

In Buch Jesaja 40, 29- 31 ist zu lesen:
Den Erschöpften gibt er neue Kraft,
und die Schwachen macht er stark.
Selbst junge Menschen ermüden und werden kraftlos,
starke Männer stolpern und brechen zusammen.
Aber alle, die ihre Hoffnung auf den HERRN setzen,
bekommen neue Kraft.
Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen.
Sie gehen und werden nicht müde,
sie laufen und sind nicht erschöpft.

Textquelle: Liturgischer Wegweiser

ICH GLAUBE - Canaan Banana, ehemaliger Präsident von Simbabwe

Vater Unser Meditationsweg - Kloster Höchst, Odenwald

Bilder der Skulpturen auf dem Meditationsweg: Silvia Breuhan (Oktober 2009)
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Vater unser im Himmel,
der du uns mal väterlich,
mal mütterlich nahe bist
in den Höhen und Tiefen unseres Lebens,
im Lachen und im Weinen,
auf den leichten
und auf den beschwerlichen Wegen.
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Geheiligt werde dein Name –
den wir ehren,
wenn wir deiner Wahrheit über uns Recht geben,
wenn wir den Reichtum deiner Güte
mit allen Sinnen bestaunen,
wenn wir deinen Namen verteidigen gegen
Größenwahn, Allmachtsgebahren und Unmenschlichkeit.
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Dein Reich komme –
es wachse in uns
und durch uns Freude und Sanftmut,
es reife erfülltes Leben auf dem Feld
unseres Herzens und deiner Welt.
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Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden –
auch dann,
wenn unsere Macht viele Menschen willenlos
und ohnmächtig macht,
wenn wir nicht wie Kinder empfangen,
was du uns schenkst,
wenn wir nicht das tun,
was uns stimmig macht mit dir
und mit uns selbst.
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Unser tägliches Brot gib uns heute –
das Brot für Leib und Seele
uns und allen Menschen:
das Brot des Friedens,
das Brot guter Worte,
das Brot der Liebe.
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Und vergib uns unsere Schuld –
dass wir uns immer wieder entfremden:
von dir, von unseren Ursprüngen,
von der Freiheit der Befreiten,
von der Gnade deiner bedingungslosen Liebe.
Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern –
und ohne zu rechnen die Hand zur Versöhnung reichen,
auf unseren falschen Stolz verzichten,
anderen so lange ins Gesicht schauen,
bis wir in ihnen die Schwester und den Bruder erkennen.
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Und führe uns nicht in Versuchung –
uns an das Sterben unserer Hoffung zu gewöhnen,
die Angst über unser Vertrauen siegen zu lassen
und die Verzweiflung über unseren Glauben.
Sondern erlöse uns von dem Bösen –
wenn es in uns zum Gegenspieler wird,
gegen dich und gegen alles,
was uns in den weiten Raum der Freiheit stellt.
Wenn es unser Ich klein macht
und wir uns fesseln lassen in Lebenslügen
und in den Zwängen,
das wahre Leben im falschen Leben zu suchen,
wenn wir versuchen,
uns selber Leben auf Kosten des Nächsten zu nehmen.
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Denn dein ist das Reich –
in unseren kleinen Anfängen hier
und in dem vollkommenen Ganzen,
auf das wir zugehen.
Und die Kraft –
in unserer Schwäche und in unserer Stärke,
in unserer Starrheit und in unserer Beweglichkeit.
Und die Herrlichkeit –
die wir jetzt schon sehen, hören, schmecken,
riechen und tastend begreifen,
und die uns einst umfangen wird.
In Ewigkeit –
in der Gültigkeit deiner Zusage,
dass nichts uns trennen kann von dir,
weder unser Stückwerk noch unsere Angst,
weder unerfüllte Sehnsucht noch nicht gelebtes Leben,
weder dunkle Mächte noch die Hölle auf Erden.
Amen.
So soll es sein.
So soll es werden.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Vater Unser Meditationsweg

Gebet um Lebensfarbe

Wochenspruch: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5,7)

Es kommt immer darauf an, wie man die Dinge sieht.

Du kannst große Dinge tun.
Aber du sollest dabei nie vergessen,
dass es eine Hand gibt, die jeden deiner Schritte führt.

Diese Hand nennen wir Gott
und er soll dich immer nach seinem Willen führen.
Lerne, hin und wieder Schmerzen zu ertragen,
denn sie werden dich zu einem brauchbaren Menschen machen.

Du musst wissen, dass Korrekturen nicht schlechtes sind.
Ganz im Gegenteil,
sie sind dringend erforderlich um auf dem rechten Weg zu bleiben.

Es kommt nicht auf das Äußerste an,
sondern auf die Qualität, die in einem steckt.
Also achte immer darauf, was in dir vorgeht.

Alles, was du im Leben tust, hinterlässt Spuren.
Daher solltest du versuchen,
das, was du gerade tust, ganz bewusst zu machen.

Manchmal geht es uns im Leben,
das wir fallen gelassen oder erniedrigt werden.
Vielleicht haben wir auch selbst durch eigene Fehler dazu beigetragen.
Dann fühlen wir uns vielleicht völlig wertlos.
Aber egal, was passiert ist oder passieren wird:
Du selbst wirst niemals an Wert verlieren.
Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt,
du ist immer noch unbezahlbar, für all jene, die dich lieben.

Der Wert deines Lebens wird nicht bestimmt,
was du tust oder wen du kennst,
sondern dadurch, wer du bist.
Du bist ein Original,
ein Meistwerk unseres großen Schöpfers -
vergiss da niemals.


Merke:
Zähle deine Talente, nicht deine Probleme.
Fürchte nie, etwas Neues zu versuchen.

Und denk daran:
Ein Laie hat die Arche gebaut,
bei der Titanic waren Fachleute am Werk.

Viele Gaben - ein Geist

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Psalm 130 von Hanns Dieter Hüsch

Wir alle sind in Gottes Hand
ein jeder Mensch in jedem Land.
Wir kommen und wir gehen,
wir singen und wir grüßen,
wir weinen und wir lachen,
wir beten und wir büßen,
Gott will uns fröhlich machen.

Wir alle haben unsre Zeit,
Gott hält die Sanduhr stets bereit.
Wir blühen und verwelken,
vom Kopf bis zu den Füßen.
Wir packen unsre Sachen,
wir beten und wir büßen
Gott will uns leichter machen,
wir alle bleiben Gottes Kind.

Auch wenn wir schon erwachsen sind,
wir werden immer kleiner.
Bis wir am Ende wissen,
vom Mund bis zu den Zehen,
wenn wir gen Himmel müssen
Gott will uns heiter sehen.

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. - Lukas 12,48 b

Wir sind hier, Gott,
weil du viel gibst – und weil wir viel brauchen.
Weil du Kraft gibst – und weil wir Kraft nötig haben.

Nahrung brauchen wir Gott:
Reis und Brot – überall in der Welt.

Lebenskraft und Durchhaltevermögen
auf den Wegen, die wir gehen.
Auch in den Wüstenzeiten unseres Lebens.

Lebensfreude brauchen wir Gott.
Genuss und Dankbarkeit
in der Mühsal des Alltags.

Kraft zum Weiterleben,
nach einem Verlust,
nach einer Operation,
nach einer Krise.
Geistige Nahrung,
Glaubenskraft und Vertrauen.
Nähe zu dir und unseren Glaubensgeschwistern.

Wir sind hier, Gott,
weil Du viel gibst – und weil wir viel brauchen.
Weil Du Kraft gibst – und weil wir Kraft nötig haben.

Gott, um deine Gegenwart bitten wir:
Sei in uns,
in unseren Herzen und Augen,
in unserem Willen und Gefühl.
Hilf uns sehen und hören,
handeln und loslassen.
Mach uns weichherzig und durchsetzungsfähig.
Erfülle uns mit Zuversicht und Mitgefühl.
Das bitten wir in Jesu Namen.

Textquelle: Liturgischer Wegweiser
Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Hoffnung für den Baum - Hiob 14, 7

Für einen Baum gibt es immer noch Hoffnung, selbst wenn man ihn gefällt hat; aus dem Stumpf wachsen wieder frische Triebe nach. Auch wenn seine Wurzeln im Erdreich absterben und der Stumpf langsam im Boden vertrocknet, erwacht er doch zu neuem Leben, sobald er Wasser bekommt. Neue Triebe schießen empor wie bei einer jungen Pflanze.

Pilger - Gottesdienst am 15. August 2021

Bild:Tanja BreuhanBild:Tanja Breuhan

Sommersegen

Gott möge dich an jedem Sommertag begleiten.

Wenn du mit beiden Beinen auf der warmen Erde stehst, und du spürst:
du bist getragen und verwurzelt mit Gott - dem „Grund“ des Lebens.

Wenn du in das Feuer der Sonne schaust, und du fühlst:
die Wärme und das Licht schenken dir neue Kraft und Energie von Gott - unserem „Licht“.

Wenn du das kühle Wasser genießt, und du erlebst:
es erfrischt dich und verströmt Lebendigkeit durch Gott - unserer „Quelle“.

Wenn du dich vom Sommerwind berühren lässt, und du spürst:
die sanfte Brise erfüllt dich mit Leichtigkeit und der Duft des Sommers lässt dich aufatmen durch Gott - unserem „Atem“.

Du bist gesegnet – ein Segen bist du!

Textquelle: Heidi Liegel, Sommerkirche 2021 - Österreich
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Sei du bei mir ...

wenn ich losgehe
wenn ich den zweiten Schritt mache
wenn der Weg breit und einfach ist.

Aber auch wenn es eng und schmal wird
wenn ich nicht mehr weiter weiß
wenn mich die Kraft verlässt
wenn ich nicht weiß, ob ich es noch weiter schaffe.

Wenn ich mich rundherum wohl fühle
wenn ich mich freue und ich lache
wenn die Freude in meinem Herzen Purzelbäume schlägt.

Aber auch wenn die Schuhe drücken
und wenn mir alles weh tut.
Wenn mich nach dem Regen der erste Sonnenstrahl an der Nase kitzelt
wenn ich über eine schöne Blumenwiese gehe
wenn ich darüber staune, wie schön du alles ausgedacht hast
wenn ich in mein Jausenbrot beiße
wenn ich gehe und wenn ich ankomme -
Sei du bei mir.

Leben im Licht

Prediger 4,10 - ... und fällt einer, so hilft ihm der andere auf.

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan
Die Weisheit des Predigers Salomon sagt das so:

Auf den Wegen durch das Leben brauchen wir Menschen, die uns begleiten, brauchen wir den einen Menschen, der mit uns geht.

So helfen wir einander, Lasten zu tragen, wir stützen uns und bisweilen mag es auch sein, dass wir uns gegenseitig ertragen.


Aber um wie viel reicher wird unser Leben!
Wie viel mehr sehen und erkennen wir!
Es mag sein, dass wir uns auch einmal gegenseitig im Wege stehen oder gar aus dem Wege gehen.
Wir werden doch wieder zusammenfinden.

Wir vertrauen darauf, dass Gott uns begleitet,
und er weiß viele Weisen, uns wieder zusammenzuführen.

Bunte Sommerfarben

Sommergebet

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Auf dem Weg

Ach gäbe es einen,
der sähe, wohin mein Weg geht,
der den Überblick hätte
und mir sagen könnte, wo es lang geht.

Ich weiß es oft nicht,
werde ich zum Narren gehalten,
treibt jemand sein Spiel mit mir?

Ich stoße oft an Grenzen
und stehe vor Mauern -
immer wieder muss ich zurück.

Mir scheint,
dass der Weg durchs Leben
ein einziger Umweg ist,

Aber vielleicht ist ja der Umweg der kürzeste Weg,
Nur so komme ich zum Ziel.

Wie ein Baum sei Dein Leben!

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Neue Wege

Gott, du hast Menschen immer wieder neue Wege gehen lassen,
sie aus dem Vertrauten weggeführt,
ihnen den Aufbruch zugemutet.

Führe du auch uns,
gib uns Kraft und Mut,
die Schritte zu gehen, die jetzt notwendig sind,
miteinander und mit dir.

Schenke uns das Vertrauen,
dass dein Geist uns leitet,
heute und alle Tage.

Gebet aus dem Gottesdienst "Liturgische Farbe Grün" am 4. Juli 2021 - Pfarrerin a. D. Angelika Jährling

Gebet eines älter werdenden Menschen
Gedicht zum Thema Beten: (Old Nun's Prayer)

O Gott, Du weißt besser als ich,
daß ich von Tag zu Tag älter
und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung bei jeder Gelegenheit
und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch,
hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit
erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben –
aber Du verstehst o Gott,
dass ich mir ein paar Freundinnen erhalten möchte.

Bewahre mich vor Aufzählung endloser Einzelheiten
und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben,
wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freuden
anzuhören,
aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
Ich möchte keine Heilige sein – mit ihnen lebt es sich so schwer –
aber eine alte Griesgrämin ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken,
und verleihe mir, o Gott, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Verfasser: Unbekannt

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan
Gott, komm und sieh.
Hier sind wir:
ganz verschieden und doch zusammen.
Die einen mit Trauer im Herzen,
die anderen singen vor Freude.
Die einen voll Vertrauen,
an anderen nagt der Zweifel.
Den einen fehlt die Kraft,
die anderen sind unermüdlich.
Komm, lass uns sehen – und dich finden.

Leg deinen Segen auf uns,
dann weicht die Angst,
dann werden wir lebendig,
dann wächst die Hoffnung.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
der Hoffnung gibt und Leben,
jetzt und allezeit.

Quelle: Liturgischer Wegweise
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Segen aus Ägypten

Frieden halten mit allen – auch mit dem, der mich verletzt

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Gebet

Wenn meine Seele vergisst,
was du Gutes getan hast –
wenn alles in mir ruft:
Wo ist denn Gerechtigkeit?
Wo ist Vergebung?
Wo ist Heilung? –
Dann, Gott, hilf mir, mich zu erinnern.
Damit ich lachen kann und das Leben liebe.
Gekrönt mit Gnade und Barmherzigkeit.
Beseelt von deinem Geist.
Heute und allezeit.

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Konfirmation 20. Juni 2021 - Segen für den Aufbruch ins Leben von Heinz Pangels (aus Jugendzeit)

Der HERR segne dich!

ER mache dich frei
von allen inneren und äußeren Zwängen,
von allem „du musst“, „du sollst“,
von allen Erwartungshaltungen anderer:
„man tut“, es wäre gut, wenn ...“

ER gebe dir Mut und Kraft,
deinen eigenen Weg zu gehen,
den für dich bestimmten Weg
zu suchen und zu finden.

ER behüte dich -
und schütze dich vor allem Unheil.
Nie sollst du dich verlassen fühlen
und widrigen Umständen hilflos ausgesetzt sein.
ER stelle dir jederzeit
einen guten Menschen zur Seite.

ER lasse sein Antlitz über dir leuchten,
sei dir gnädig
und schenke dir reichlich sein Erbarmen.
ER schenke dir offene Augen und Ohren,
auf dass du allezeit seine Taten
und Wunder erkennst
in den unscheinbaren Dingen des Alltags.

ER schenke dir Frieden und Heil.
Lob und Tadel anderer sollen dich
weder beirren noch verwirren.
ER schenke dir innere Sicherheit und Zuversicht.
Ablehnung soll dich nicht erschrecken oder gar betäuben.
Angst soll nicht dein ständiger Begleiter sein.

ER schenke dir jeden Tag ein fröhliches Herz,
ein Lächeln auf deinen Lippen,
ein Lachen, das andere mitreißt und frei macht,
und die Gabe, dich selbst nicht zu ernst zu nehmen
und auch über dich selbst lachen zu können.
In dunklen Stundensende ER dir einen Stern,
der dich leitet;
in Traurigkeit einen Menschen,
der dich tröstet.

Er schenke dir genügend Ruhe und Schlaf;
Herausforderungen sollen auch nicht fehlen,
zündende Ideen und funkelnde Überraschungen
gebe ER dir als Zutaten.

Mit seinem Segen sei ER dir alle Zeit nahe,
umgebe dich mit seinem Beistand,
auf dass du wachsen und reifen kannst
und deinen Weg findest.

So bewahre dich der HERR, dein GOTT,
der dich ins Leben rief und will,
dass du lebst und glücklich bist.

Gott gibt jedem seine Gabe - Jeder wird gebraucht - 1. Korinther 12

So wie unser Leib aus vielen Gliedern besteht und diese Glieder einen Leib bilden, so ist es auch bei Christus: Sein Leib, die Gemeinde, besteht aus vielen Gliedern und ist doch ein einziger Leib.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit - Hanns Dieter Hüsch

Irischer Segenswunsch

ICH-BIN-WORTE aus der Bibel

Wer andere ungerecht behandelt … - Auszüge aus Sprüche 22

Regenbogen-Psalm von Reinhard Ellsel

Gebet zu Pfingsten von Jörg Zink

Wochengebet - Mittendrin zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

Bild Silvia Breuhan - Kirchgarten der Ev. Kirche KönigstädtenBild Silvia Breuhan - Kirchgarten der Ev. Kirche Königstädten
Mit dem Wochengebet der EKD wünschen wir Ihnen/Euch eine gesegnete Woche.

Mittendrin sind wir, Gott,
zwischen Hoffnung und Enttäuschung.
Erleichterung und Sorge,
Vorfreude und Mutlosigkeit,
Schritte nach vorn und Schritte zurück – wir sind mittendrin.

Mittendrin sind wir, Gott,
zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.
Sende deinen Geist, den Tröster,
den du verheißen hast!
Deine Geistkraft
erfülle uns mit Hoffnung und Geduld,
umhülle uns mit Wärme und Trost,
schenke uns Mut, unseren Glauben zu bekennen,
und seufze in uns, wenn uns die Worte fehlen.

Mittendrin sind wir, Gott,
und nicht allein.
Du bist unser Licht und Glück,
der Schutz unseres Lebens,
wovor sollten wir uns fürchten?
Amen.

Quelle: EKD

Gewagt – Ampel-Meditation

Gebet zu Sonntag Exaudi - 16. Mai

Es heißt: Du, Gott, bist unseres Lebens Kraft.
Warum nur fühlen wir uns manchmal so müde?

Es heißt: Wir müssen uns nicht fürchten.
Warum nur haben wir manchmal Angst?

Es heißt: Du, Gott, hörst uns, wenn wir zu dir rufen.
Warum nur fühlen wir uns manchmal so allein?

Wie, das fragen wir dich, Gott,
wie, bitte, sollen wir getrost und unverzagt sein?

Manchmal überwältigt uns das, was wir hören und sehen.
Das Leiden - Die Ungerechtigkeit. -Die Gewalt.

Höre unser Fragen, Gott.
Komm zu uns.
Damit wir deine Kraft spüren.
Deinen Trost.
Deine Freude.
Deine Leichtigkeit.
Und gib uns Mut.
Heute und jeden Tag neu.

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Öffne mir die Augen–Psalm 119,10–18 (Leichte Sprache)

Zu Himmelfahrt Psalm 8 - Die Krone der Schöpfung

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Psalm 84, 12 + 13

Denn Gott, der HERR, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns wie ein Schild. Er schenkt uns seine Liebe und verleiht uns hohes Ansehen. Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den lässt er nie zu kurz kommen.
HERR, du allmächtiger Gott, glücklich ist jeder, der sich auf dich verlässt!


Dazu passend das Lied: Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne
Abbildung

Wochenpsalm "Danklied für Gottes Hilfe" (Psalm 66, 1-5)

Jubelt Gott zu, alle Völker der Erde! Singt zur Ehre seines Namens, rühmt ihn mit eurem Lobgesang! Sagt zu Gott: »Wie überwältigend sind deine Taten! Deine Feinde müssen sich vor dir beugen, weil du so mächtig bist. Alle Welt soll dich anbeten, alle sollen dir singen, dich mit ihren Liedern preisen!« Kommt her und seht, was Gott getan hat! Sein Tun erfüllt die Menschen mit Furcht und Staunen.


Passend zum Wochenpsalm hören Sie auf folgendem Link das Wochenlied:
Gott gab uns Atem

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Gebet zum Sonntag Jubilate - 25. April

Jubeln, jauchzen, singen, beten.
Wenn nur das Herz nicht so schwer wäre,
die Hoffnung so klein,
der Atem so kurz.

Das Jauchzen – oft bleibt es still.
Das Jubeln – oft wird es erstickt in Sorge.
Das Beten – oft fehlen die Worte.
Wir kommen zu dir, Gott.
Wir wollen jauchzen, jubeln, beten und sehen:
Dass deine Werke wunderbar sind.
Dass deine Feinde sich beugen müssen vor deiner Macht.
Dass du unsere Füße nicht gleiten lässt.
Gib uns die Freude ins Herz.
Und die Hoffnung.
Und den Mut.
Das brauchen wir von dir.
Heute und jeden Tag.

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Segen von Dietrich Bonhoeffer

Bibelverse aus Hesekiel 34, 1-15

Denn so spricht Gott, der HERR: »Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen. Wie ein Hirte seine Herde zusammenbringt, die sich in alle Richtungen zerstreut hat, so werde auch ich meine Schafe wieder sammeln. Ich rette sie aus all den Orten, wohin sie an jenem dunklen, schrecklichen Tag vertrieben wurden. Aus fremden Völkern und Ländern führe ich sie heraus und bringe sie wieder in ihr Land. Dort lasse ich sie weiden, in den Bergen, an den Flüssen und in den Tälern. Ja, ich gebe ihnen gute und saftige Weideplätze auf Israels hohen Bergen, wo sie sich lagern und satt fressen können. Ich selbst werde ihr Hirte sein und dafür sorgen, dass sie in Ruhe und Sicherheit leben können. Das verspreche ich, Gott, der HERR.

Anlässlich des Luther-Jubiläums

Luthers Abendsegen

Das Gebet für den Abschluss des Tages

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen: Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen
Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Bibelvers aus Jesaja 40, 31

Ostersegen

Ich möchte singen vom Sieg.
In den Hütten und Häusern.
In Parlamenten und Talkshows.
In den Nachrichten und auf den Intensivstationen.
In den Schulen, in Restaurants und Konzerthallen.
Und in den Kirchen natürlich.

Ich möchte singen und jauchzen.
Tanzen und lachen.
Gott behält den Sieg.
Über das Virus.
Über Dummheit und Bosheit.
Über Gewalt und Tod.

Ich weiß – das sind Lieder auf Hoffnung hin.
Gegen den Frust.
Gegen die Angst.
Wie das Pfeifen im Dunkeln.
Aber das hilft.
Das kann ich bezeugen.
Seit Kindertagen kenne ich das:
Singen und Pfeifen – von Licht und von Hoffnung.
Ich brauche das.
Denn ich habe genug vom Unken und Schimpfen.
Vom Wichtigtuen und Besserwissen.
Ich brauche Liebe und Zuversicht.
Das finde ich bei Gott.
Es geht noch nicht laut – das Singen vom Sieg.
Aber leise im Herzen.
Das hilft mir genauso – fast jedenfalls.
So halte ich das Warten aus.
So nähre ich meine Hoffnung.
Die will ich nicht verlieren.
Wirklich nicht.

Darum, du Gott des Lebens:
Spiel mir das Lied des Sieges.
Sing mir das Lied der Freude.
Dann wage ich einen kleinen Ostertanz.
Mit Maske und Abstand.
Doch mit einem Osterlachen, das der Not trotzt.

Wochenpsalm - 21. März 2021

Steh mir bei, Gott, verschaffe mir Recht; verteidige mich gegen treulose Menschen, die mich mit Lüge und Arglist verfolgen! Du bist doch immer mein Schutz gewesen! Warum hast du mich jetzt verstoßen? Warum geht es mir so elend? Und dazu quälen mich noch meine Feinde! Stell mir dein Licht und deine Treue zur Seite! Sie sollen mich führen, mich hinbringen zu deinem heiligen Berg, zu dem Ort, wo du wohnst. Dort will ich an deinen Altar treten, vor dich, den Grund meiner Freude. Zum Klang der Harfe will ich dich preisen, dich, meinen Gott! Warum bin ich so mutlos? Muss ich denn verzweifeln? Auf Gott will ich hoffen! Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen, ihn, meinen Gott, der mir hilft.

Der Mensch denkt – Gott lenkt! - Sprüche 16, 1-9

Bild: Silvia BreuhanBild: Silvia Breuhan

Der Mensch denkt über vieles nach und macht seine Pläne, das letzte Wort aber hat der HERR. Der Mensch hält sein Handeln für richtig, aber der HERR prüft seine Beweggründe. Vertraue dem HERRN deine Pläne an, er wird dir Gelingen schenken.


Der HERR sorgt dafür, dass jeden das Los trifft, das er verdient – auch für den Gottlosen kommt der Tag des Verderbens. Der HERR verabscheut die Hochmütigen. Du kannst sicher sein: Keiner entkommt seiner Strafe! Wer dem HERRN treu ist und Liebe übt, dem wird die Schuld vergeben; und wer Ehrfurcht vor dem HERRN hat, der meidet das Böse. Wenn dein Handeln dem HERRN gefällt, bewegt er sogar deine Feinde dazu, mit dir Frieden zu schließen. Besser wenig Besitz, der ehrlich verdient ist, als großer Reichtum, durch Betrug erschlichen.
Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.

Niemand muss verzweifeln! - Psalm 34, 16 - 23

Hilf deinem Mitmenschen! - Sprüche 3, 27 - 32

Wochengebet

Manchmal – da holt uns das Grauen der Nacht ein.
In schweren Träumen oder endlosem Grübeln.
Wie verloren fühlen wir uns dann.
Bist du wirklich da, Gott?
Bist du in der Welt?
Bei uns?
Dir sagen wir, was uns Kummer macht.
In der Stille.

Du, Gott unserer Hoffnung,
dein Schutz ist stärker als unsere Angst.
Dein Trost ist größer als unser Kummer.
Deine Liebe reicht weiter als unser Leben.
Wir bitten dich jetzt:
Sei bei uns, wenn wir zweifeln.
Stärke uns, wenn wir schwach sind.
Lass Hoffnung wachsen, wenn wir nicht weiterwissen.
Schick deine Engel, damit sie uns auf den Händen tragen.
Damit das Leben leichter wird.
Heute, morgen, immer.
Quelle: Liturgischer Wegweiser

Unter Gottes Schutz - Psalm 91, 1-6 + 9-12

Gebet zu Aschermittwoch

Wenn ich mich falsch verhalte –
wenn ich über einen anderen lache
und erst hinterher sehe,
wie weh es ihm tut –
wenn ich lieblos ein hartes Wort ausspreche
und zu spät bemerke,
wie es die andere trifft –
wenn ich das Vertrauen verletze,
das mir jemand geschenkt hat –
dann will ich nicht in meiner Haut stecken
und erschrecke über mich:
Das bin doch nicht ich!
So will ich nicht sein.
Dann spüre ich, was Sünde meint:
Das, was mich trennt von dem anderen,
was mich trennt von mir, wie ich eigentlich sein will,
was mich trennt von Gott, der nicht will, dass ich so bin.
Ich bitte Gott:
Reinige mich von meiner Sünde!
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz!

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Gebet um Anerkennung

Gott, schon als Kinder haben wir gelernt:
Höher, weiter, schneller.
Wir wollen etwas leisten.
Wir wollen gut sein.
Und sehnen uns nach Anerkennung. Auch von dir.
Das macht so müde.
Und wir vergessen:
Deine Liebe gilt ohne unser Zutun.
Einfach so.
Von Anfang an.
Jeden Morgen neu.
Erinnere uns daran.

Gott, wir bitten dich: Erbarme dich.

Quelle: Liturgischer Wegweiser

Psalm 31, 2-6

Psalm 139, 1 - 14

Gebet zur Aktion #lichtfenster

Barmherziger Gott,

„Licht ist das Kleid, das du anhast (Psalm 104, 2)

Deswegen zünde ich eine Kerze an und stelle sie ins Fenster, um allen jenen zu leuchten, die unter der Pandemie leiden, die besorgt sind und Angst haben, die erschöpft sind von all der Hilfe, die sie geben wollen, die verzweifelt sind wegen all der Überforderung und dem Streit, die sie erzwingt.


„Der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.“ (Psalm 18,29)

Ich bitte für alle, die allein sind und einsam, die nicht besucht werden dürfen, die ohne Trost und Begleitung bleiben, segne sie mit Deiner Gegenwart und mache alle, die pflegen und versorgen, zu Engeln Deines Lichtes.


„Jesus Christus spricht: ich bin das Licht der Welt …“ (Johannes 8,12)

Ich bete für alle Menschen, die an Corona erkrankt sind und um ihr Leben kämpfen, schenke Ihnen Licht und Luft, Kraft und Mut, dass sie zurückfinden in ihr Leben.


„Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Psalm 36, 10)

Auch bitte ich für alle Menschen, die an Corona gestorben sind, hier und überall auf der Welt, nimm sie auf in dein Reich und schenke Ihnen ein Licht, das ihre Seele wärmt, und tröste alle, die weinen müssen um ihre Toten.
Gott, ich bitte dich aber auch für mich selbst und meinen Partner, für meine Kinder und Enkel, für meine Familie und meine Freunde, und für meine Feinde auch.
Segne und behüte sie und uns alle, dass wir Zuversicht und Hoffnung behalten in diesen dunklen Zeiten.


Amen.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Link Lichtfenster

Wahres Glück - Psalm 1

aus der Bibel "Hoffnung für Alle"

EIN MODERNER PSALM

Hanns Dieter Hüsch
aus: Psalmen für Alletage. tvd-Verlag Düsseldorf, 3/1997

Von stillen Mächten treu und still umgeben ...

von Dietrich Bonhoeffer
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